Tauchen auf Ibiza: Wracks, Felswände und Genehmigung

9. Okt. 2026Autor: One of a Kind Travel3 Min.

Tauchen auf Ibiza: Wissenswertes zum Don-Pedro-Wrack, zu Tauchplätzen, Genehmigungen und Bedingungen von Mai bis Oktober.

Die Sichtweite beim Tauchen auf Ibiza beträgt meist 25 bis 30 Meter und erreicht gelegentlich 40 Meter. Das Seegras, das auch beim Schwimmen für klares Wasser sorgt, trägt dazu bei. Zu den bekanntesten Tauchgängen gehören das Wrack der Don Pedro und die Gorgonienwände bei den vorgelagerten Inseln. Wer eigenständig in einem Meeresschutzgebiet taucht, braucht eine Genehmigung.

Das Wrack der Don Pedro

Die Don Pedro war eine rund 145 Meter lange Frachtfähre, die beim Auslaufen aus dem Hafen von Ibiza auf einen Felsen lief und am 11. Juli 2007 sank. Sie liegt auf der Backbordseite im Sand. Der Meeresboden befindet sich in etwa 45 bis 47 Metern Tiefe, die oberen Teile des Wracks liegen deutlich flacher.

Das Wrack wird regelmässig als das grösste Wrack im Mittelmeer bezeichnet, das für Sporttaucher zugänglich ist. Für viele ist es der Grund, ihre Tauchausrüstung nach Ibiza mitzubringen.

Mindestens Advanced Open Water ist erforderlich. Wer tiefer als 40 Meter tauchen möchte, braucht zusätzlich eine Deep-Diver-Qualifikation. Für Tauchgänge im Wrack verlangen die Tauchzentren ausserdem eine Wrack-Spezialausbildung und ein gut gefülltes Logbuch.

Weitere Tauchplätze

Ses Bledes liegt etwa sechs Meilen vor San Antonio. Dort fallen Gorgonienwände bis auf rund 50 Meter ab. Der Platz gilt als der beste für tiefe Tauchgänge.

Sa Conillera eignet sich für Einsteiger und reicht bis etwa 20 Meter Tiefe. Die unbewohnte Insel ist zugleich ein Vogelschutzgebiet. Es Vedra bietet Gorgonien an den Felswänden.

The Cathedral ist eine flache Tropfsteinhöhle in etwa 15 Metern Tiefe. Eine Lampe ist nötig. Cova de sa Llum, die Höhle des Lichts, liegt zwischen Port de San Miguel und San Antonio. Tagomago hat einen Tauchplatz mit zwei römischen Ankern in etwa 38 Metern Tiefe.

Die Genehmigung für Meeresschutzgebiete

Für das Tauchen in Spanien ist neben einem anerkannten Tauchschein keine besondere Lizenz nötig. Wer in einem Meeresschutzgebiet taucht, braucht jedoch eine behördliche Genehmigung der Fischereibehörde der Balearen. Vier Schutzgebiete liegen genau dort, wo sich die guten Tauchplätze befinden: die Freus zwischen Ibiza und Formentera, die Nordostküste rund um Tagomago, Ses Bledes und Es Vedra.

Die Genehmigung gilt nur für die Person, der sie erteilt wurde, und ist nicht übertragbar. Dafür sind ein gültiger Tauchschein und eine Versicherung erforderlich. Wer über ein zugelassenes Tauchzentrum bucht, ist mit der Gruppengenehmigung des Zentrums abgedeckt. Wer eigenständig taucht, muss selbst eine Genehmigung beantragen.

Saison und Bedingungen

Die Tauchzentren sind von Mai bis Oktober geöffnet. In diesem Zeitraum liegt die Wassertemperatur zwischen etwa 18 und 26 Grad. Mit einem dickeren Tauchanzug ist Tauchen das ganze Jahr über möglich. Im Winter ist die Sicht oft besser als im August.

Kurz beantwortet

Was ist der bekannteste Tauchgang auf Ibiza? Das Wrack der Don Pedro vor Ibiza-Stadt.

Wie tief liegt das Wrack? Der Meeresboden liegt etwa 45 bis 47 Meter tief, die oberen Teile des Wracks liegen flacher.

Brauchen Sie eine Genehmigung? In Meeresschutzgebieten ja. Die Gruppengenehmigung eines Tauchzentrums deckt Sie ab.

Gibt es Tauchplätze für Einsteiger? Ja, Sa Conillera und das Riff bei Santa Eulalia.

Wie warm ist das Wasser? Von Mai bis Oktober etwa 18 bis 26 Grad.

Wie gut ist die Sicht? Meist 25 bis 30 Meter.